Dieter Gewitzsch - Modul + Modus
„Konkrete Kunst“ will nicht abbilden, sondern Gedanken mit rein bildnerischen Mitteln sichtbar machen.
Auf dem Weg zum Bild sind einfache geometrische Formen – Quadrate, Kreise und Dreiecke – die Module, die in Gedanken nach einem bestimmten Modus gedreht, verschoben oder auch verformt werden. Das Bild entsteht, wenn die Module dem Modus folgend ihren Platz gefunden haben oder sich in einer Konstellation befinden, die „stimmt“, weil der treibende Gedanke sichtbar wird.
In der „Konkreten Kunst“ nehmen Gedankengänge als Bild oder auch dreidimensionales Objekt Gestalt an. Schon 1947 bezeichnete Max Bill die Werke als „Objekte für den geistigen Gebrauch“. Das Publikum ist eingeladen, die in den Kunstwerken wie in einer Momentaufnahme „eingefrorenen“ Gedankengänge „aufzutauen“.
„Achtstern“
Sind die Module Quadrate und bestimmt der Modus die Drehung um nur einen Punkt, hilft vielleicht ein Blick ins Daumenkino.